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Einladung

18. Jahrestagung des EbM-Netzwerks

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder des DNEbM!

Die kommende Jahrestagung steht unter dem Titel „Klasse statt Masse – wider die wertlose Wissenschaft“. Zu diesem Hauptthema soll es am Freitag Keynote-Lectures, ein Panel mit Vertretern aus Forschung und Politik, Workshops und freie wissenschaftliche Beiträge geben. Wir freuen uns, dass wir für diesen Programm­teil bereits Prof. Dr. Ulrich Dirnagl von der Charité gewinnen konnten.

Parallel dazu gibt es einen weiteren Themenstrang „Die Zukunft einer evidenz­basierten Gesundheitsversorgung“. Unter diesem Titel soll am Samstag auch das im DNEbM bislang zu kurz gekommene Thema „Big Data und Gesundheits-Apps, aus der Perspektive der EbM“ vertieft werden. Der Donnerstag ist vorrangig den Veranstaltungen der Fachbereiche sowie methodischen Trainingsworkshops ge­widmet. Auch wird es wieder ausreichend Raum für die Themen Patienteninfor­mation, Entscheidungshilfen und Leitlinien geben.Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitglieder des DNEbM!

Die kommende Jahrestagung steht unter dem Titel „Klasse statt Masse – wider die wertlose Wissenschaft“. Zu diesem Hauptthema soll es am Freitag Keynote-Lectures, ein Panel mit Vertretern aus Forschung und Politik, Workshops und freie wissenschaftliche Beiträge geben. Wir freuen uns, dass wir für diesen Programm­teil bereits Prof. Dr. Ulrich Dirnagl von der Charité gewinnen konnten.

Parallel dazu gibt es einen weiteren Themenstrang „Die Zukunft einer evidenz­basierten Gesundheitsversorgung“. Unter diesem Titel soll am Samstag auch das im DNEbM bislang zu kurz gekommene Thema „Big Data und Gesundheits-Apps, aus der Perspektive der EbM“ vertieft werden. Der Donnerstag ist vorrangig den Veranstaltungen der Fachbereiche sowie methodischen Trainingsworkshops ge­widmet. Auch wird es wieder ausreichend Raum für die Themen Patienteninfor­mation, Entscheidungshilfen und Leitlinien geben.

Warum das Thema „Klasse statt Masse“?

Ärzte, Patienten und Politik sind auf hochwertige Evidenz als Grundlage für ihre Entscheidungen angewiesen. Die Evidenzbasierte Medizin hat wesentlich zur Verbesserung der Qualität von klinischen Studien beigetragen, auch wenn wei­terhin erhebliche Defizite in der Umsetzung bestehen. Ganz erhebliche Mängel scheint es – so legen neuere Analysen nahe – in der präklinischen Forschung zu geben. Ergebnisse aus der Grundlagenforschung oder anderen, der Medizin anverwandten, Wissenschaften, sind allzu oft nicht reproduzierbar. Eine wesentliche Ursache sind unangemessene Studiendesigns. Wenn klinische Forschung sich auf nicht valide Grundlagen stützt, hat das Auswirkungen für die Patienten, die dann an sinnlosen Medikamentenstudien teilnehmen. Wenn diese möglicherweise noch zufallsbedingt falsch positive Zwischenergebnisse bringen, kann es Jahre dauern, bis die Nutzlosigkeit oder sogar das Überwiegen von Schädlichkeit eines solchen Produkts geklärt ist.

Medizinische Fakultäten und Forschungsförderer sind gefordert, die Mittelzuwei­sung an die Grundlagenforschung zu rechtfertigen und die Qualität der Studien zu sichern. Die klinische Forschung und die Krankenversorgung sind auf verläss­liche Daten aus der präklinischen Forschung angewiesen.

Die Tagung soll einerseits die Defizite der präklinischen und klinischen Forschung noch­mals deutlich machen, vordringlich jedoch Wege aufzeigen, wie schlechte Wissenschaft vermieden werden kann.

Für folgende Akteure sehen wir hier eine wichtige Rolle: Medizinische und anver­wandte Fakultäten (Pflege u.a. Gesundheitsberufe, Psychologie, Bewegungs- und Ernährungswissenschaften), Institutionen der Grundlagenforschung (Medizi­nische Fakultäten, Pharmazie, Biologie, Biochemie), die entsprechenden Fach­gesellschaften, die (Pharma-)Industrie, Ethikkommissionen, Projektförderer und Projektverwalter, Politik(-beratung), Publikationsorgane und Bibliotheken, Presse und andere Medien, die Ersteller von Gesundheitsinformationen, sowie Patien­ten- und Verbrauchergruppen, um einige der wichtigsten zu nennen.

Das DNEbM möchte mit seiner Jahrestagung die Verbesserung von medizini­scher Forschung und eine Gesundheitsversorgung im Sinne der Evidenzbasier­ten Medizin weiter befördern. Der Erfolg der Veranstaltung hängt jedoch wesent­lich von den wissenschaftlichen Beiträgen der Teilnehmer ab. Wir möchten Sie daher einladen, sich an der inhaltlichen Gestaltung des Kongresses zu beteiligen. Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen von Vorträgen, Projektideen und Vor­schläge für Workshops oder Symposien.

In der Hoffnung Sie im März 2017 in Hamburg begrüßen zu dürfen,

Muehlhauser-klein           

 

 

Prof. Dr. med. Ingrid Mühlhauser
Vorsitzende des DNEbM und Kongresspräsidentin