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Programm

Die 21. Jahrestagung findet unter dem Motto Nützliche patientenrelevante Forschung – Wie bekommen wir die Evidenz, die wir brauchen? statt.

Bitte beachten Sie, dass es sich um eine vorläufige Programmversion handelt. Zeiten, Räume und Inhalte stehen unter Vorbehalt.

Folgende Themenschwerpunkte sind vorgesehen:
  • Priorisierung von Forschung – Wie legen wir die Fragen fest, die wir mit Forschung zuerst beantworten?
  • Patienten und andere Nutzer von Evidenz einbinden
  • Evidenzbasierte Forschung und innovative Methoden
  • Forschung besser gestalten, regulieren, lehren und lernen
  • Transparenz und Zugang zu Daten und Ergebnissen
  • Weitere EbM-relevante Themen, z.B. Individuelle Entscheidungsfindung und Behandlung, Patienteninformationen, Leitlinien, Systematic Reviews…

Wir laden Sie ein, sich mit einem inhaltlichen Beitrag an der Jahrestagung zu beteiligen. Reichen Sie bis 15. Oktober 2019 ein Abstract ein!

Die Abstracts werden bei German Medical Science veröffentlicht.


Unsere Keynote-Speaker


  • Richard Morley (auf Twitter: @RMEngagement) ist der Consumer Engagement Officer bei Cochrane und kümmert sich darum, Patientinnen und Patienten an Cochrane Reviews zu beteiligen (https://consumers.cochrane.org). Davor arbeitete Richard am Health Sciences Department der University of York (UK) und engagierte sich als Berater der James Lind Alliance für die Identifizierung von Forschungsprioritäten, die für Patienten, ihre Angehörigen und Fachkräfte im Gesundheitswesen wichtig sind.
    Richard Morley ist fest überzeugt, dass die Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern die Forschung und ihre Implementierung und damit auch Gesundheit und Wohlbefinden verbessert. Er versteht dies als einen revolutionären Prozess und gleichzeitig als ein Bürgerrecht.
    Beim EbM-Kongress wird er von seinen vielfältigen Erfahrungen berichten und die Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Einbindung von Patientinnen und Patienten beschreiben.


  • Shaun Treweek (auf Twitter: @shauntreweek) ist Professor für Versorgungsforschung an der University of Aberdeen, Großbritannien. Er forscht zur anwendungsorientierten Planung und Durchführung randomisierter Studien, insbesondere zu den immer bedeutsamer werdenden pragmatischen Studien. Dazu gehört auch die Frage, wie Teilnehmer für Studien gewonnen werden können und welche Maßnahmen dabei helfen, dass sie möglichst bis zum Ende in der Studie verbleiben. Das von Shaun Treweek mitentwickelte Tool PRECIS-2 kann Forschenden helfen, das Design ihrer Studie anwendungsorientierter zu machen. Shaun ist Editor-in-Chief der Zeitschrift Trials und an einer Reihe von randomisierten Studien in verschiedensten Bereichen beteiligt. Er leitet die Trial Forge Initiative (@trial_forge http://www.trialforge.org), die systematisch Forschungsmethoden testet. Dazu zählen auch randomisierte Experimente innerhalb von klinischen Studien selbst (sogenannte SWATs, d.h. „Studies Within Trials“), die verschiedene Vorgehensweisen bei der Studiendurchführung miteinander vergleichen.
    Shaun wird einen breiten Überblick darüber geben, wie randomisierte Studien so gestaltet werden können, dass sie nicht nur günstiger und entscheidungsrelevanter sind, sondern auch leichter und erfolgreicher durchgeführt werden können.


  • Hans Lund (auf Twitter @tweethlund) ist Professor am Centre for Evidence-Based Practice an der Western Norway University of Applied Sciences in Bergen (Norwegen) mit jahrelanger Erfahrung in der Physiotherapie- und Rehabilitationsforschung und der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung. Hans ist Gründer und Vorsitzender der Dänischen Gesellschaft für Forschung in der Physiotherapie und etablierte das erste Master-Programm in Physiotherapie in Dänemark. Sein Ziel ist es, eine solide Grundlage für eine evidenzbasierte Physiotherapiepraxis und bessere Möglichkeiten für dänische Physiotherapeuten zur Promotion zu schaffen. Seit 2013 baut er das EU-geförderte Evidence-Based Research Network (EBRNetwork @ebrnetwork http://ebrnetwork.org/) auf. Es soll dabei helfen, dass „keine neuen Forschungsstudien ohne vorherige systematische Überprüfung vorhandener Evidenz“ begonnen werden.
    2018 wurde Hans für dieses Projekt mit dem Cochrane-REWARD-Preis geehrt. Der Preis zeichnet herausragende Leistungen aus, die Forschung wertvoller machen und nutzlose Forschung vermeiden helfen.
    Hans wird beim EbM-Kongress Wege aufzeigen, wie Forschung selbst evidenzbasierter werden kann, um so nützlichere und patientenrelevantere Evidenz zu schaffen.

  • Lenny Verkooijen (@lennyverkooijen) ist Professorin für die Bewertung bildgestützter Krebstherapien sowie Ärztin und Krebs-Epidemiologin am Universitätsklinikum (UMC) Utrecht, Niederlande. Sie hat am UMC und in der Region Utrecht eine innovative, multidisziplinäre Forschungsinfrastruktur etabliert, die eine schnelle und systematische Bewertung onkologischer Interventionen im Behandlungsalltag durch randomisierte Studien ermöglicht. Dadurch soll solide wissenschaftliche Evidenz zur Wirksamkeit neuer Behandlungen im Vergleich zur Standardversorgung entstehen. Ein methodischer Schwerpunkt sind randomisierte Studien innerhalb von Registern und Kohorten (sogenannte „Trials Within Cohorts“, TWiCs).
    In ihrem Vortrag wird Lenny Verkooijen zeigen, wie solche Studien im Praxisalltag stattfinden und unmittelbar patientenrelevante Ergebnisse liefern. Sie ist der festen Überzeugung, dass Forschung Teil der Routineversorgung sein muss, um von jedem einzelnen Patienten zu lernen und so die Gesundheit von uns allen zu verbessern.